Essbare Stadt Dresden – Von der Vision in die Umsetzung

Im Oktober bewarb sich unser Ernährungsrat für den eku-Idee Zukunftspreis vom Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) und überzeugte mit der Idee „Essbare Stadt Dresden“. 

Das Konzept von Essbaren Städten – oder engl. edible cities – findet bereits weltweit Anklang, auch in Deutschland gibt es bereits einige Städte, die essbares Grün, Gemeinschaftsgärten und partizipative Selbstversorgung auf öffentlichen Flächen fördern und so zu einer umweltbewussteren Lebensweise anregen.

Erlebnisraum Stadt für Groß und Klein

Als Essbare Stadt bezeichnen sich Kommunen, die das Ziel verfolgen, durch nutzbare urbane Flächen die Versorgung der Stadt zu relokalisieren, Kreisläufe zu schließen und durch praktische Ernährungs- und Verbraucher:innenbildung das Bewusstsein für verantwortungsvollere Konsumweisen in allen Bevölkerungsgruppen zu schärfen. Damit wird die Resilienz gegenüber Versorgungskrisen erhöht und der ökologische Fußabdruck der Stadt langfristig verringert. Zudem wird die Lebensqualität der Zivilgesellschaft gesteigert, eine tiefere Verbundenheit zur Stadtnatur erzeugt und für alle Altersgruppen die Wahrnehmung mit allen Sinnen für den Lebensraums Stadt gefördert.

Dresden könnte als erste sächsische Essbare Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen, da in unserer Hauptstadt ein enormes Potenzial nur darauf wartet, genutzt zu werden.

Um diese Vision zu realisieren, wird im Zuge des Projektes „Essbare Stadt Dresden“ des Ernährungsrates die Erstellung eines Aktionsplanes angestrebt. Zur Vorbereitung sind zwei intensive Planungsworkshops angesetzt: vielfältige Akteur:innen aus den Themenbereichen Stadtgrün, Ernährungsbildung und regionaler Wertschöpfung arbeiten zusammen an der Erfassung und Evaluation von bereits bestehenden, aber auch neuen zukunftsweisenden Maßnahmen für Dresden. Die Ergebnisse aus den Workshops werden anschließend in dem Aktionsplan zusammengefasst, der als Grundlage zur gezielten Umsetzung dienen wird.

Wir setzen dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Politik und Stadtverwaltung, um die Umsetzbarkeit der Maßnahmen im Stadtraum zu gewährleisten. 

Eine biodiverse, resiliente und schmackhafte Stadt – dieser Traum kann zu einer gemeinsamen Wirklichkeit werden. Packen wir es an!
Das erste Vernetzungstreffen der Akteur:innen findet am 15. September von 17:30 bis 19:30 Uhr statt. Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch!