Prekäre Arbeits- und Wohnbedingungen von Saisonarbeiter:innen in der deutschen Landwirtschaft

Datum/Zeit
07.12.2021
16:00 - 18:00


Fortsetzung der Online-Veranstaltungsreihe „Ernährung und Demokratie“ von INKOTA, AgrarKoordination und FIAN

Ob zum Spargelstechen, zur Erdbeerernte oder zur Weinlese – Saisonarbeiter:innen aus Mittel- und Osteuropa sind seit Jahrzehnten eine wichtige Stütze der deutschen Landwirtschaft. Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von innereuropäischer Arbeitsmigration und die prekären Arbeits- und Wohnverhältnisse
der landwirtschaftlichen Saisonarbeitskräfte rückten zu Beginn der Coronapandemie in den Fokus der Medien. Zur Verhinderung eines Arbeitskräftemangels verabschiedete die Bundesregierung Maßnahmenpakete, doch eine grundlegende Verbesserung der Situation von Saisonarbeiter:innen stand nicht im Zentrum. Um in Zukunft den Bedarf an landwirtschaftlichen Saisonarbeiter*innen zu decken, werden vermehrt Menschen aus dem EU-Ausland rekrutiert, die weniger Rechte als EU-Bürger:innen haben. Ihr Aufenthaltsrecht ist direkt an das Arbeitsverhältnis geknüpft, was ihre Abhängigkeit von Arbeitgeber:innen verschärft und erschwert, sich gegen Arbeitsrechtsverletzungen zu wehren.

An diesem Abend zu Gast:
KATHARINA VARELMANN (Koordinatorin Initiative Faire Landarbeit, EVW & Faire Mobilität)
FRIEDRICH OSTENDORFF
(Landwirt und agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag 2009-2021)
N.N.
(Beraterin der Initiative Faire Landarbeit)

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