Am 26. November 2024 fand ein Vernetzungstreffen mit dem Ernährungsrat Leipzig statt. Ziel war es, unsere Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame Ansätze für eine nachhaltige Ernährungspolitik zu entwickeln und über unseren Arbeitsalltag ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsame Schwerpunkte und Visionen
Im Austausch wurden drei zentrale Themen hervorgehoben, die sowohl uns als auch den Ernährungsrat Leipzig seit Beginn beschäftigen: Gemeinschaftsverpflegung, Essbare Stadt und Ernährungsbildung. Zudem wurde die Bedeutung des Themas Ernährungsarmut diskutiert, das in Zukunft stärker in den Fokus rücken könnte.

Beide Ernährungsräte verstehen sich als Netzwerke, die politische Arbeit durch die Stärkung lokaler Akteur:innen ermöglichen. Während der Ernährungsrat Leipzig zusätzlich inhaltliche Veranstaltungen organisiert, setzt der Ernährungsrat Dresden verstärkt auf die Kooperation mit Netzwerkpartner:innen zu inhaltlichen Formaten.

Ehrenamt als treibende Kraft
Ein wichtiger Punkt war der Umgang mit Ehrenamtlichen. Die Ernährungsräte werden durch das Engagement von Ehrenamtlichen getragen. Transparenz und regelmäßige Informationen sind entscheidend, um dieses Engagement zu fördern. Der „Offene Stammtisch“ des Ernährungsrates Leipzig hat sich als erfolgreiches Format erwiesen, um Ehrenamtliche einzubinden und den Austausch zu stärken. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Koordination zwischen Ehrenamt und Hauptamt eine Herausforderung darstellt.

Ein persönliches Treffen zwischen dem Ernährungsrat Leipzig und Dresden findet einmal in Jahr statt. Dieser Austausch ist ist für uns enorm wertvoll. Gemeinsam können wir mehr erreichen und dazu beitragen, dass nachhaltige und gerechte Ernährungssysteme Wirklichkeit werden.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden und Organisator:innen!

Am 13. November 2024 fand die Abschlussexkursion des OLGA-Projektes statt, die die 20 Teilnehmer auf eine lehrreiche Busfahrt durch Dresden und Umgebung führte. Die Exkursion stand unter dem Motto „Regionale Wertschöpfung“ und bot einen Einblick in nachhaltige Projekte, die zeigen, wie Stadt und Land Hand in Hand arbeiten können, um lokale Wirtschaftsstrukturen zu stärken und Ressourcen effizienter zu nutzen.

Der erste Stopp führte die Gruppe zur „Alten Gärtnerei“, einem urbanen Gestaltungs- und Bildungsort für nachhaltige Ernährung in Dresden. Hier wurde eindrucksvoll gezeigt, wie die lokale Lebensmittelproduktion in der Stadt gefördert wird. Sebastian Kaiser vom Träger UFER-Projekte Dresden e.V. erläuterte die Bedeutung solcher städtischer Initiativen, auch im Hinblick auf die Abkühlung der Stadt in heißen Sommern.

Anschließend ging es zur Filiale in der Friedensstraße der Verbrauchergemeinschaft Dresden eG, einem Bio-Markt in Dresden, der Produkte von ca. 100 regionalen Erzeuger:innen anbietet. Bei einem Burger aus regionalen Linsen, hergestellt von Zaituna erzählte Geschäftsinhaber Ali Habiballah, wie die Linse vom Landwirtschaftsbetrieb Eckhard Voigt in seine Falafel kam. Dabei wurde deutlich, wie erfolgreich eine regionale Wertschöpfungskette bzw. -kreislauf mit Hülsenfrüchten aus Sachsen aufgebaut werden kann.

Im weiteren Verlauf der Exkursion ging es raus in den Nieselregen: Auf dem Kirchenacker bei Wilsdruff wurde ein innovatives Agroforstsystem vorgestellt, dass durch den Landwirtschaftsbetrieb Johannishöhe bewirtschaftet wird. Insbesondere das Beispiel der Pappeln, die als Windschutz und Holzlieferant dienen, beeindruckte die Teilnehmer und zeigte, wie ausgeräumten landwirtschaftlichen Flächen wieder mehr Struktur durch mehrjährige Kulturen gegeben werden kann.

Am Nachmittag stand ein Besuch der Solidarischen Landwirtschaft Lebenswurzel e.V. in Graupa auf dem Programm. Hier erhielten die Teilnehmer wertvolle Einblicke in die Praxis der Solidarischen Landwirtschaft und wie diese zur regionalen Wertschöpfung beitragen kann. Nach einem Rundgang über die Gärtnereifläche konnten sich die Teilnehmenden bei regionalem Lupinenkaffee und Kuchen aufwärmen.

Die letzte Station führte zum Staatsbetrieb Sachsenforst in Pirna, wo die Gruppe mehr über die Nutzung schnellwachsender Baumarten – wieder Pappeln – für die regionale Wertschöpfung erfuhr. Die Bedeutung dieser Baumarten für eine nachhaltige Forstwirtschaft und ihre Rolle in der regionalen Kreislaufwirtschaft wurden ausführlich erläutert.

Nach einem intensiven, nasskalten und informativen Tag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich zu vernetzen und auszutauschen. Die OLGA-Abschlussexkursion bot einen spannenden und praxisnahen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, wie regionale Wertschöpfung im Einklang mit nachhaltiger Entwicklung umgesetzt werden kann. Die Teilnehmer nahmen neue Ideen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Projekte und Initiativen mit nach Hause.

Hier noch der Abschlussbericht von Seiten des OLGA-Projektes sowie die Abschlusspräsentation.

Am 26. November könnt ihr euch einen neuen Kurzfilm über das Gartennetzwerk anschauen, in dem wichtige Orte der Essbaren statt vorgestellt werden. Ab 18:30 Uhr finden die Filmpremieren der „Geschichten des Wandels“ in die Schauburg statt.  Nicht nur wir wurden seit Sommer 2024 von professionellen Filmemacher*innen begleitet, sondern auch das Projekt Paradiesisch Musizieren und der Verein Sonnige Aussichten aus Pirna von. Zuvor gab es eine Ausschreibung für Filmschaffende, sich mit einem Konzept für den Auftrag zu bewerben.

Die Kurzfilme porträtieren Menschen und Initiativen, die sich für den sozial-ökologischen Wandel in ihrer Region einsetzen. Ihr Engagement soll andere motivieren, selbst aktiv zu werden. Was alle Projekte vereint ist die Basis einer kooperativen Gemeinschaft und des friedlichen Miteinanders. Die Vielfalt an Perspektiven wird als Bereicherung angenommen – eben das, was unserem gesellschaftliches Miteinander auf lokaler und globaler Ebene leider oft fehlt. Der Premierenabend lädt nicht nur zur Vorstellung der Filme ein, sondern bietet auch die Gelegenheit, direkt mit den Protagonist*innen ins Gespräch zu kommen.

Musikalisch begleitet wird der Abend mit Livemusik vom Paradiesorchesters. Seid dabei und lasst euch inspirieren!

Gemeinsam mit dem Objektiv e.V. wird der Abend ein nachhaltiges Erlebnis aus inspirierenden Kurzfilmen, spannenden Gesprächen und wundervoller Musik.

WANN:   26.11.2024, 18:30 – 21 Uhr
WO:        Filmtheater Schauburg, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
WAS:      
Filmpremieren der „Geschichten des Wandels“

Format: Kurzfilme – Gespräche – Konzert des Paradiesorchesters

Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos unter:
https://sukuma.net/projekte/seeds/
https://www.instagram.com/seedsofchange_sukuma/

Am 24. Oktober 2024 fand im Stadtbezirksamt Prohlis die Auftaktveranstaltung zur Renaturierung des Geberbachs statt – ein spannendes Projekt im Rahmen des EU-Programms ReBioClim. Die Veranstaltung brachte Stadtverwaltung, Umweltorganisationen, die TU Dresden sowie zahlreiche lokale Akteur*innen zusammen, um Ideen für die Gestaltung des Geberbachs zu entwickeln und die Stadt ökologisch und sozial aufzuwerten. Mit dabei waren auch wir vom Ernährungsrat Dresden, um unseren Beitrag zur „Essbaren Stadt“ einzubringen.

Ziel des Projekts: Mehr Grün und Biodiversität in die Stadt bringen: Das ReBioClim-Projekt, das in mehreren europäischen Städten umgesetzt wird, verfolgt das Ziel, städtische Bäche in eine naturnahe Umgebung zu verwandeln. Die Renaturierung des Geberbachs soll dabei nicht nur die Lebensqualität und das Klima in Dresden Prohlis verbessern, sondern auch die Artenvielfalt fördern. Im Rahmen des Projekts entstehen ein Handbuch und ein Best-Practice-Leitfaden, die anderen Städten bei der Renaturierung urbaner Gewässer als Leitfaden dienen sollen.

Nach einer Einführung in das Projekt von Ulrike Haase von der TU Dresden und einem Überblick über das Potenzial des Geberbachs als Ökosystem durch das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) konnten die Teilnehmer*innen in Kleingruppen ihre Ideen entwickeln. Das IÖR stellte dabei das Konzept der „Essbaren Stadt“ als versorgende Ökosystemleistung vor, also wie essbare Pflanzen sinnvoll in die Gestaltung des Bachumfelds integriert werden könnten.

Die Veranstaltung wurde durch Antje Dennewitz über ein ein Grafic Recording festgehalten. Wir als Ernährungsrat Dresden können im Projekt das Thema „Essbare Stadt“ mit unserer Expertise und Erfahrung, bspw. aus dem Zukunftsstadtprojekt „Essbarer Stadtteil Plauen“ unterstützen, sodass der Bach auch im Sinne einer klimafreundlichen, essbaren Stadtlandschaft renaturiert wird. Der eigentliche Umgestaltungsprozess am Geberbach soll im Jahr 2025 starten. Wir freuen uns darauf, weiterhin aktiv dabei zu sein und mit unserem Netzwerk das Projekt zu begleiten!

Die Veranstaltung wurde durch Antje Dennewitz über ein ein Grafic Recording festgehalten.

Am 5. November 2024 trafen wir uns in der Zentralbibliothek Dresden zum Fokustreffen des Ernährungsrats Dresden rund um das Thema Ernährungsbildung.

Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Institutionen und Initiativen, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: mehr Bewusstsein für eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu schaffen. Ob die Verbraucherzentrale Sachsen, das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL), das Umweltzentrum Dresden oder die Volkshochschule Dresden – jede*r brachte eigene Projekte und wertvolle Erfahrungen mit. Auch die Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung, der Verein Zukunftsgestalten e.V., und Elbferment, mit seinen spannenden Fermentations-Workshops, bereicherten das Treffen.

Vision für eine nachhaltige Ernährungsbildung: Im Fokus des Treffens stand unser „Visionspapier Ernährungsbildung“, das seit 2017 besteht und jetzt neue Impulse bekommen soll. Gemeinsam überlegen wir, wie wir theoretische und praktische Ernährungsbildung weiterentwickeln und stärker verankern können. Dazu gab auch Prof. Jana Markert (TU Dresden) Einblicke in die aktuelle Ernährungsbildungsstrategie der Bundesregierung. Ziel dieser Strategie ist es, Ernährungsbildung flächendeckend zu fördern und dabei gesundheitliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte zu berücksichtigen. Sie betonte die Rolle der öffentlichen Bildungseinrichtungen und des pädagogischen Personals, die bis 2027 gezielt geschult und vernetzt werden sollen. Eine wichtige Maßnahme ist die bessere Integration von Ernährungsbildung in die Bildungspläne, um alle Generationen schon früh mit Wissen über gesunde, nachhaltige Ernährung vertraut zu machen.

Gemeinsam Dresden ernährungsbewusst gestalten: Im gemeinsamen Austausch wurden aktuellen Projekte vorgestellt, die sich von Workshops zur Lebensmittelwertschätzung über Kochkurse bis hin zu Umweltbildung in Schulen erstrecken. Viele Ideen für Kooperationen entstehen direkt vor Ort! Die Volkshochschule plant zum Beispiel Workshops mit der Verbraucherzentrale und dem Umweltzentrum Dresden.

Das Treffen hat gezeigt, dass wir in Dresden schon viele aktive Mitstreiter*innen für das Thema Ernährungsbildung haben. In Zukunft wollen wir uns weiter vernetzen und gemeinsam städtische Ernährungsrichtlinien entwickeln. Unser Ziel ist es, mehr Menschen in Dresden für das Thema zu begeistern und Ernährungsbildung in den Alltag der Stadt zu integrieren – für eine gesunde, bewusste und nachhaltige Zukunft.

Wir freuen uns darauf, mit Euch allen diesen Weg weiterzugehen und sind gespannt auf die nächsten gemeinsamen Schritte!

Hier findet ihr das Protokoll der Sitzung

Das Qualitätsmanagement-Tool „Unser Schulessen“ ist bundesweit an den Start gegangen. „Unser Schulessen“ stellt den Nutzerinnen und Nutzern – von der Schulleitung bis zu den Schülerinnen und Schülern – die Verpflegungsqualität vor Ort dar und zeigt individuelle Handlungsoptionen auf. „Schulverpflegung ist Teamarbeit. Niemand kann und muss das Schulessen allein gestalten“, so Wiebke Kottenkamp, Leiterin des NQZ.

Neben dem Tool vom NQZ stellen auch die einzelnen Vernetzungsstellen Tools zur Verfügung:

BayernBildungsmaterial „Wir sind Lebensmittelfreunde“
Lehrkräfte an Grundschulen (2. und 3. Klasse)
BerlinLeitfaden „Akzeptanz und Kommunikation Nachhaltiger Ernährung in weiterführenden Schulen“
Lehrkräfte an weiterführenden Schulen (7.-10. Klasse)
NiedersachsenSchul-AG „Klimagesunde Mensa“
Lehrkräfte an weiterführenden Schulen mit AG-Verantwortung
(ab Klasse 7)
SachsenLet´s play Vision Mensa©
Lehrkräfte an weiterführenden Schulen (ab Klasse 8)
Schleswig-HolsteinBildungsmaterial „Unser Schulkiosk“
Lehrkräfte an weiterführenden Schulen (7.-10. Klasse, 11.-13. Klasse)
BrandenburgLernideen bei „Unser Schulessen“
Lehrkräfte an allen Schulen
HamburgTellerreste-Messaktion an Schulen
Lehrkräfte an allen Schulformen
Nordrhein-WestfalenInfografik „Schulessen: Chance zur Veränderung nutzen“
Alle, die sich im Schulbereich für das Schulessen verantwortlich fühlen
Rheinland-Pfalz„Lebensmittel wertschätzen“ – Ideenkatalog und Praxisanleitung zur Ernährungsbildung in der Schule
Lehrkräfte an allen Schulformen
SaarlandKochprojekt „schmeckt.einfach.gut.“
alle Schulformen

Weitere Infos rund um das Thema Kitas- und Schulverpflegung findet ihr bei der Vernetzungsstelle Sachsen

Die HAW Hamburg die Universität Konstanz, die Hochschule Osnabrück und das Wuppertal Institut veranstalten eine interdisziplinäre öffentliche Ringvorlesung zum Thema „Nachhaltige Ernährungssysteme in Deutschland – Fokus Gemeinschaftsgastronomie und -verpflegung“. Die Vorlesung findet im Wintersemester 2024/25 mittwochs 18:30 bis 20 Uhr online statt. Eingeladen sind alle Interessierten und Studierenden aller Fachrichtungen zum Zuhören und Mitdiskutieren, ebenso Fachöffentlichkeit und Fachpraxis.

Am 31.05.24 kamen Akteure aus unserem Netzwerk in der Zentralbibliothek zusammen, um an einem innovativen und nachhaltigen Gestaltungskonzepts für die Ausstellungsfläche „Essbare Stadt“ auf der Bundesgartenschau (BUGA) 2033 zu arbeiten. Zunächst gab Herr Timmroth ( Direktorium des Oberbürgermeisters l Abt. Stadtstrategie u. Koord. Klimabeirat/Klimaschutz) einen kurzen Einblick über den BUGA-Prozess in den nächsten Jahren. Zudem gab es einen Überblick zur Essbaren Stadt Dresden.

Darauf folgten verschiedene methodische Ansätze, die auf die Fragestellung hinarbeiteten und von Lenard Opeskin (TU Dresden) moderiert wurden. Neben Hürden und Wünschen ging es auch darum, Schwerpunkte der Essbaren Stadt herauszuarbeiten. Unter den Teilnehmenden waren Gemeinschaftsgärtner:innen, Professor:innen, Stadträte, Start Ups, NGOs und am Thema Interessierte. Einig waren sich alle, dass das Konzept das Potenzial urbaner Landwirtschaft und nachhaltiger Ernährung in einem städtischen Kontext aufzeigen und als Bildungs- sowie Erlebnisort fungieren soll. Gleichzeitig soll es eine aktive Beteiligung der Dresdner Bevölkerung fördern und die Integration lokaler Akteure sicherstellen. Im Rahmen des Workshops konnten die Teilnehmenden als letztes Modul über LEGO Serious Play Modelle zur „Essbaren Stadt“ bei der BUGA bauen. Es wurden zwei Modellbaugruppen gebildet, die kreative und innovative Ideen für eine nachhaltige, regionale Nahrungsmittelproduktion und Bildung entwickelt haben. Beispielhafte Elemente, die bei den Modellen erarbeitet wurden sind:Bildungsacker und Zukunftsfrüchte: Die Ausstellung zeigt, dass durch den Anbau einer Vielfalt von Ackerfrüchten, darunter auch Hülsenfrüchte oder Quinoa, die regionale Ernährung langfristig gesichert werden kann. Es werden auch essbare Pflanzen präsentiert, die aktuell wenig bekannt oder genutzt werden.

Interaktive Wasserinfrastruktur: Eine erlebbare Wasserbilanz wird durch das Sammeln von Regenwasser und seine gezielte Nutzung zur Bewässerung geschaffen. Besucher können aktiv nachvollziehen, wie viel Wasser zur Bewässerung nötig ist und wie verschiedene Pflanzen auf Trockenheit reagieren.

Bildungspavillon und Vertikaler Anbau: Ein Pavillon mit Amphitheater bietet Raum für Bildungsformate. Das gesammelte Wasser wird in Vertical-Farming-Elementen genutzt, um die Verbindung zwischen Ressourcenverbrauch und nachhaltigem Anbau sichtbar zu machen.

Essbare Stadt erleben: Orte der Essbaren Stadt werden durch einen Lehrpfad oder virtuelle Elemente wie QR-Codes erlebbar gemacht. Diese zeigen auf, wie die Essbare Stadt in der gesamten Stadt Dresden umgesetzt wird.

Regionale Erzeuger und Nachhaltigkeit: Regionale Erzeuger präsentieren, was aus den angebauten Früchten produziert werden kann. Diese Produkte können direkt vor Ort erworben werden, während die BUGA als Experimentierfeld für nachhaltige Innovationen fungiert.

Die Ergebnisse des Workshops wurden in ein Ausschreibungskonzept für den Planungswettbewerb überführt. Dieses wird den Planungsbüros für die Ausstellungsflächen zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr das finale Konzept Essbare Stadt Ausstellungsfläche BUGA.

Der Workshop wurde Co-finanziert durch die weiterdenken Heinrich Böll Stiftung Sachsen. Danke auch an die Zentralbibliothek für die kostenlose Nutzung der Räumlichkeiten.

Es ist eines der letzten warmen Wochenenden in diesem Spätsommer und die Alte Gärtnerei in Dresden ist zusammen mit der Anstiftung Gastgeberin des Bundesweiten Treffens von Gemeinschaftsgärtner:innen.

Wir wollen euch mitnehmen auf eine kurze Reise und verschiedener Eindrücke aus dem Wochenende.

„Mit den Nachbar*innen zusammen gärtnern ist nicht nur ein Stück Lebensqualität, sondern auch eine tolle Möglichkeit, der Anonymität der Städte und der Gentrifizierungswelle dort etwas entgegenzusetzen. In der Alten Gärtnerei und dem benachbarten Gemeinschaftsgarten Wurzelwerk in Dresden Pieschen trafen sich vom 30. August bis 1. September Menschen aus Gemeinschaftsgärten im gesamten Bundesgebiet beim Urban Gardening Sommercamp 2024. Dort gab es Workshops, Diskussionsrunden, Führungen, Musik und gutes Essen für alle Beteiligten. „ Mit diesem Worten steigt Jenz Steiner vom Radio Colorado in den Rückblick ein. Das Camp wurde durch Tonaufnahmen festgehalten und begleitet. Hier könnt ihr z.B. in die Fishbowl-Diskussion „Gemeinschaftsgärten als Säule der Essbaren Stadt“ reinhören.

Neben der Fishbowl-Diskussion wurden über zwei Tage zahlreiche Workshops angeboten. Robert Jende von der Anstiftung gibt in seinem Bericht einen Überblick über die Workshop- Inhalte des Camps: „Es wurden konkrete Praxisworkshops angeboten, beispielsweise über die artgerechte Beschneidung von Obstbäumen, die Gestaltung von Waldgärten und Permakultur, wie durch Kompostierung Nährkreisläufe geschlossen werden können oder wie ein Wurmkompost funktioniert. Ein weiteres Themenspektrum befasste sich mit der Organisation von und Kommunikation rund um Gemeinschaftsgärten. Es waren sowohl Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung eingeladen, als auch Akteure, die das System bottom up „hacken“ wollen, um die Besonderheiten eines Gemeinschaftsgartens Entscheidungsträgerinnen verstehbar zu machen. Gemeinschaftsgärten wurden auch als Ankommensorte für geflüchtete Menschen vorgestellt – ein Thema, das für eine postmigrantische Gesellschaft von besonderem Interesse ist. Zudem gab es das Wochenende über immer wieder Verständigungen zwischen dem wilden Praktizieren im Garten, der rechtlichen Einordnung in den Ämtern und den Aufgaben und Vorzügen von (urbanen, interkulturellen) Gemeinschaftsgärten. Das gesamte Programm findet ihr hier.“

Besonders spannend für unsere Arbeit als Ernährungsrat auf Meta-Ebene, war der Workshop von Norbert Rost „Hacking Politics„. In diesem wurde das Prinzip von Stadtratsanträgen erklärt und die Teilnehmenden dazu befähigt, auch ohne einen Sitz im Stadtrat oder Zugehörigkeit zu einer Fraktion ihre Themen in stadtpolitische Prozesse einzubringen. Wie das geht könnt ihr hier erfahren, den den Workshop gibt es als Video inkl. Downloadmöglichkeit aller Unterlagen.

Ein Gastbeitrag von Elisa-Maria Sattler, LfULG

Kürbisse gemeinsam ernten und ihnen anschließend ein Gesicht geben, Teig kneten und Brötchen backen, Erntekisten-Bauen, Betriebsbesichtigung mit anschließendem Hofkino, einem Traktor ganz nah sein und Schafe, Kühe und andere Hoftiere streicheln. Bei den Bio-Erlebnistagen kann man all dies und noch so einiges mehr erfahren!

Vom 31. August bis 6. Oktober 2024 öffnen Bio-Betriebe unter dem Motto „Bio genießen. Region erleben.“ in ganz Sachsen ihre Tore. In dem Veranstaltungszeitraum geben Bio-Betriebe in ganz Sachsen Verbraucherinnen und Verbrauchern Einblicke in die Erzeugung und Herstellung von regionalen Bio-Lebensmitteln.

Landwirtschaftsminister Wolfram Günther: »Die sächsischen Bio-Landwirtinnen, Verarbeiter, Händlerinnen und Händler leisten tagtäglich wichtige Beiträge zu unserer Versorgung mit gesunden, wertvollen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln und zu unserer Versorgungssicherheit. Regionale und bio-regionale Produkte schaffen wirtschaftliche Perspektiven für die ländlichen Räume und sie schonen Umwelt und Klima. Mit den Bio-Erlebnistagen wollen wir noch mehr Verbraucherinnen und Verbraucher für Bio-Lebensmittel aus ihrer Region und vor allem für die Menschen begeistern, die dahinterstehen.«

50 sächsische Betriebe aus der Landwirtschaft, Verarbeitung, Gastronomie und Handel nehmen auch in diesem Jahr teil. In diesen 5 Wochen finden über 100 Veranstaltungen statt.

Ob Hoffeste mit Kremserfahrten, Puppenspiel und Lagerfeuer oder Mitmach-Aktionen und Betriebsführung – Kleine und große Entdeckerinnen und Entdecker sind herzlich eingeladen hinter die Kulissen der regionalen Herstellung von Lebensmitteln zu blicken.

Dabei stehen neben Fermentationsworkshops, Senfworkshop und Apfelpressen auch gemeinsamen Backen und Ernteaktionen auf dem Programm. Dabei kann vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Entstehen des endgültigen Produktes allen genau kennengelernt und viele Fragen beantwortet werden.

Natürlich kommt die Verkostung der leckeren, heimischen Speisen nicht zu kurz. Die Bio-Erlebnistage laden zum Entdecken, Genießen, Lernen und Staunen ein!

Die Bio-Betriebe haben die Möglichkeit zu zeigen, wie viel Wissen und Bedeutung in der Erzeugung regionaler und nachhaltiger Lebensmittel steckt. Denn regionale Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe sind ein unverzichtbarer Bestandteil für eine krisensichere und umweltschonende Lebensmittelversorgung in Sachsen.

Weitere Informationen und eine Übersicht aller Veranstaltungen sind auf der Website bioerlebnistage.sachsen.de zu finden.