Auftakt für die BioRegio-Modellregion Oberes Elbland
Am 18. März 2026 fand im Rittergut Limbach die Auftaktveranstaltung für das BioRegio-Modellprojekt Oberes Elbland statt. Es war eine ganztägige Veranstaltung mit rund 65 Teilnehmenden aus ganz unterschiedlichen Bereichen der regionalen Lebensmittelwirtschaft.
Lesezeit ca. < 1 Min.Vernetzung, Austausch und erste konkrete Schritte
Am 18. März 2026 fand im Rittergut Limbach die Auftaktveranstaltung für das BioRegio-Modellprojekt Oberes Elbland statt. Es war eine ganztägige Veranstaltung mit rund 65 Teilnehmenden aus ganz unterschiedlichen Bereichen der regionalen Lebensmittelwirtschaft.
Mit dabei waren Erzeugerinnen und Erzeuger, Landwirtinnen und Landwirte, Gartenbaubetriebe, Käsereien, Schäfereien, Fleischverarbeitung, Betriebe im Hülsenfruchtanbau sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Handel wie z.B. die Verbrauchergemeinschaften Dresden. Besonders spannend war die Vielfalt der Betriebe, die mehrere Stufen der Wertschöpfung verbinden – vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Vertrieb, wie beispielsweise Gartenbau Kießlich, Hof Mahlitzsch, Pfarrgut Taubenheim und Vorwerk Podemus.
Auch das Lebensmittelhandwerk, Gastronomiebetriebe sowie Verbände wie DEHOGA Sachsen, Gäa und die Bioland Region Ost waren vertreten und brachten ihre Perspektiven mit ein.
Impulse aus Praxis und Erfahrung
Ein zentrales Grußwort kam von Dr. Klaus Wiesinger vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Bayern, der die Bio-Modellregion in unserem Nachbarbundesland seit über zehn Jahren begleitet. Er gab einen praxisnahen Einblick in bisherige Erfahrungen: Was funktioniert gut? Welche Fehler können wir vermeiden? Und welche Rolle spielt das Management in solchen Prozessen – inklusive der Frage, wann es sich bewusst zurücknehmen sollte.
Ein weiterer Impuls kam mit Cora Hähnel aus der Hauptgeschäftsstelle der DEHOGA Sachen. Sie zeigte auf, wie Gastronomiebetriebe durch den Einsatz regionaler Produkte nicht nur ihr Angebot stärken, sondern auch ihre Kundenbindung deutlich erhöhen können – statistisch belegt um das Dreifache. Entscheidend dabei: Eigene Überzeugung, Transparenz und Storytelling darüber, woher die Produkte kommen. Außerdem stellte sie die 2026 gestartete Kampangne „So schmeckt Sachsen!“ der Dehoga Sachsen vor.
Workshops: Herausforderungen, Bedarfe und konkrete Ideen
In zwei Workshop-Runden arbeiteten die Teilnehmenden intensiv an verschiedenen Themenfeldern.
Claudia und Julia haben als Team zwei aufeinander aufbauende Workshops zu Gastro-Kooperationen moderiert, um die im Projekt geplante Veranstaltungsreihe KitchenTalks nah an den Bedürfnissen aller Zielgruppen zu planen. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen:
- Welche Herausforderungen gibt es für die Gastro aktuell beim Direktbezug regionaler Produkte?
- Welche Bedarfe haben Erzeuger:innen, Verarbeiter:innen und Gastronomiebetriebe?
- Was sind Rahmenbedingungen und konkrete Lösungansätze für eine gelingende Zusammenarbeit?
- Und welche Formate sprechen alle Zielgruppen an und können stabile, regionale und vertrauensbasierte Wertschöpfungsnetzwerke aufzubauen?
Besonders deutlich wurde: Es braucht mehr gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Arbeitsrealitäten.
Eine konkrete Idee, die auf großes Interesse gestoßen ist, sind gegenseitige Betriebsbesuche. Gastronominnen und Gastronomen besuchen Anbauflächen und Höfe, während Erzeugerinnen und Erzeuger Einblicke in Küchen und Abläufe der Gastronomie bekommen. So können unterschiedliche Perspektiven, Sprachen und Anforderungen besser verstanden und übersetzt werden – eine wichtige Grundlage für langfristige, vertrauensvolle Kooperationen.
Schön zu sehen war auch, dass bereits während der Workshops erste konkrete Vernetzungen entstanden sind!
Hier die für die große Runde zusammengefassten Workshopergebnisse:


Eine lebendige Atmosphäre und gelebte Regionalität
Die Veranstaltung war insgesamt sehr lebendig und geprägt von großem Interesse am Austausch. In den Workshopphasen war es teilweise gar nicht so leicht, alle wieder zurück in den großen Raum zu holen… ein gutes Zeichen.
Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Buffet, das von den beteiligten Erzeugerinnen und Verarbeitern gestaltet wurde! Hier konnten die regionalen Produkte direkt erlebt werden, inkl. schmecken, riechen, kennenlernen. Gleichzeitig entstanden ganz nebenbei Gespräche, Kontakte und erste mögliche Geschäftsbeziehungen.
Ein gelungener Auftakt
Es war eine sehr gelungene Veranstaltung und ein würdiger Auftakt für das dreijährige Projekt, das von einem engagierten Team getragen wird.

Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte und darauf, welche schmackhaften Brücken wir mit der BioRegio-Modellregion Oberes Elbland in den nächsten Jahren bauen werden!
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://uzdresden.de/bio-regio-modellregion-oberes-elbland/